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zuletzt aktualisiert:
15.08.2011

 

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Das festliche Mahl

Ich wurde durch eine kurze Disskusion per Email aufmerksam, Es ging darum, ob denn das Gedicht von Carl Zuckmayer " Lob des Essens in die Weihnachtsstadt passt oder nicht!

Brigitte stellte den Zusammenhang her, und da fiel es mir auf:

In allen Kulturen, so gegensätzlich sie sind, eines haben doch alle gemeinsam:
Immer sitzt die Familie an den Festtagen zusamen bei einem festlichen Essen. Doch woher kommt diese Gemeinsamkeit der Kulturen?
Agape bedeutet "Liebesmahl", in dem gemeinsamen Mahl haben die Juden sich der Heilstaten Gottes versichert. Das Passahfest wurde in Form eines gemeinsamen Essens gefeiert. Die Christen haben - durch Christus, dem Stifter - dieses Mahl umgedeutet.
Der, der im christlichen Mahl das Mahlopfer ist, ist nach christlichem Glauben Christus selbst, dessen Geburt am 25. Dezember gefeiert wird. Dabei spielte in der christlichen Tradition das gemeinsame Mahl eine bedeutsame Rolle. Auch Jesus feierte mit seinen Freuden Agape, während des Mahls wurde er von Judas verraten, setzte er seine Freunde als Nachfolger ein usw.
Das Brot-Brechen wurde zu einem Symbol für Christus.
Das alles spielt in heutigem Weihnachtsfest kaum noch eine Rolle. Aber wenn in den Familien noch gemeinsam "Mahl gehalten" wird, ist das schon ein sehr schönes Zeichen.

Beim gemeinsamen Essen am Heiligen Abend wird bei vielen Familien ein Gedeck mehr aufgestellt, dieses ist für den überraschenden Gast, der nicht abgewiesen wird. Hier soll daran erinnert werden dass Maria und Joseph bei der Herbergssuche überall abgewiesen wurden.

Einzelnen Bestandteilen des Essens werden auch noch besondere Kräfte zugeordnet:

Klöße -- damit die Taler im Haus nicht ausgehen
Hirsebrei -- soll ,,quellenden,, Wohlstand bringen
Brot -- damit immer Nahrung im Haus ist
Pfeffer & Salz -- sollen mit ihrer Schärfe böse Geister vertreiben
Preiselbeeren -- zum Schutz gegen Krankheit

Leichtes Weihnachtsessen

Das beliebteste Weihnachtsessen ist in Deutschland nach wie vor die Weihnachtsgans , gerne mit Rotkohl und Klößen. Gefolgt von einem leckeren Nachtisch und zwischendurch gibt es die selbstgebackenen Weihnachtskekse von Oma.

Natürlich gehört gutes Essen zu Weihnachten wie die Geschenke zum Christbaum . Wer etwas variiert und auf die Kalorienbomben verzichtet, wird auch sein Gewicht halten. Wie wäre es mit einem leichten Putengulasch anstelle der Weihnachtsgans? Eine Quarkspeise ersetzt den schweren Schokoladenpudding und Oma wird gebeten, dieses Mal nur die Hälfte zu backen. Übrigens, Kartoffelsalat und Würstchen sind ebenfalls Weihnachtsklassiker - und wer beim Kartoffelsalat die Mayonnaise durch eine fettarme ersetzt, tut auch schon einiges für sein Gewicht.

Weniger figurschonend ist dabei die weitverbreitete Angewohnheit – um nicht zu sagen Tradition – vieler Familien, an das Essen einen Weihnachtsfilm anzuschließen. Dabei wäre eigentlich etwas Bewegung die bessere Alternative. Dabei könnte man den Gang zum Filmverleih ja gleich für den angestrebten Kalorienverbrauch nutzen ihn mit einem kleinen Spaziergang kombinieren. Und wenn man dann anschließend wieder zuhause ist und auf dem Sofa sitzt, sollte man das Beste daraus machen und einen guten Film schauen. Da die Geschmäcker ja bekanntlich weit auseinandergehen, sollte man eine kleine, aber feine Auswahl mit nach Hause gebracht haben. Es muss ja nicht jedes Jahr aufs Neue „Der kleine Lord“ oder „Die zehn Gebote“ sein.

Das Kontrastprogramm zum Filmgucken liefern die Schweden: Hier wird nach dem Essen an Weihnachten um den Christbaum getanzt . Ein Brauch, der nach dem vielen Essen zum Zwecke der Kalorienverbrennung sicher brauchbar ist. Einfach die gute HiFi Stereo Anlage aufdrehen, die liebsten Weihnachtslieder auflegen und die ganze Familie versammeln. Dann greift man sich an den Händen und dreht sich um den Baum. Je nach Lust und Laune wird die Richtung gewechselt oder die Geschwindigkeit erhöht.