Brot der Engel:
Himmlisch süßes Marzipan
Man hat ihr viele Namen gegeben, dieser köstlichen weißen Knuspermasse,
die gerade zur Weihnachtszeit so zahlreiche Liebhaber findet. Die heute
übliche Bezeichnung leitet sich, wie Historiker sagen, vom italienischen
Marci pani, dem Markusbrot, ab. Wie dem auch sei, wichtig für alle Süßschnäbel
ist, daß man Marzipan heute überall problemlos bekommt. Das war nicht
immer so...
Arabien soll das Ursprungsland des Marzipans sein, von wo aus es seinen
(sehr langsamen!) Siegeszug über Spanien und Italien zu uns antrat. Allerdings
durfte es hier erstmals im 15. Jahrhundert zubereitet werden, und das
ausschließlich von den Apothekern (was auch erklärt, warum es Rosenwasser
- ein Bestandteil des Marzipan - ausschließlich in Apotheken zu kaufen
gibt). Wen wundert es, daß diese köstliche Kostbarkeit nur den Reichen
vorbehalten war, die sie - man staune - als exquisite Nachspeise verzehrten.
Diese (marzipan-)arme Zeit ging für den Normalbürger erst Anfang des vorigen
Jahrhunderts zu Ende, als 1806 in Lübeck die erste große Marzipanfabrik
gegründet wurde. Und auch Königsberg in Ostpreußen kam durch Marzipan
zu Ruhm und Ehren.
Das Rezept
des Marzipan finden sie hier
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